Was ist ein Monitorarm?
Ein Monitorarm ist ein Befestigungszubehör, das dein Display von seinem standardmäßigen Standfuß hebt und in der Luft hält, wodurch du volle Kontrolle über Höhe, Winkel, Tiefe und Drehung erhältst. Statt an die Position gebunden zu sein, die der mitgelieferte Standfuß zulässt, kannst du deinen Bildschirm genau dort platzieren, wo deine Augen ihn brauchen.
Über die Ergonomie hinaus gewinnen Monitorarme wertvollen Platz auf dem Schreibtisch zurück. Der sperrige Standfuß verschwindet und gibt Raum frei für deine Tastatur, dein Notizbuch oder die Kaffeetasse. Für alle, die täglich stundenlang am Schreibtisch arbeiten, ist ein Monitorarm eines der wirkungsvollsten Upgrades überhaupt – vergleichbar mit einem guten Stuhl.
Im Detail
Warum einen Monitorarm nutzen?
- Bessere Haltung: Den Monitor auf Augenhöhe zu positionieren reduziert die Belastung von Nacken und Schultern. Das klingt nach einer Kleinigkeit, bis du acht Stunden über einem zu niedrigen Bildschirm gekauert hast.
- Zurückgewonnener Schreibtischplatz: Ohne Standfuß, der deinen Schreibtisch belegt, erhältst du deutlich mehr nutzbare Fläche.
- Flexible Positionierung: Zieh den Bildschirm für Detailarbeit näher, schieb ihn für eine weitere Sicht zurück, dreh ihn, um ihn mit einem Kollegen zu teilen – alles mühelos.
- Dual-Monitor-Setups: Zwei Monitore mit minimalem Spalt nebeneinander sind mit Armen viel leichter umzusetzen als mit Standfüßen, deren Basen um den Platz konkurrieren.
VESA-Befestigung: der universelle Standard
Monitorarme und Monitore werden über den VESA-Befestigungsstandard verbunden – ein Satz von Schraublochmustern auf der Rückseite des Monitors.
| VESA-Muster | Lochabstand | Typische Monitorgröße |
|---|---|---|
| 75×75 mm | 75 mm | Bis 24 Zoll |
| 100×100 mm | 100 mm | 24-32 Zoll |
| 200×200 mm | 200 mm | Große/kommerzielle Displays |
Bevor du einen Arm kaufst, vergewissere dich über zwei Dinge: dass dein Monitor VESA-kompatible Befestigungslöcher hat und welches Mustermaß er nutzt. Manche Monitore (besonders All-in-One-PCs wie der iMac) unterstützen VESA-Befestigung nur mit einem Adapter.
Arten von Monitorarmen
- Gasdruckfeder (pneumatisch): Eine Gasdruckpatrone gleicht das Gewicht des Monitors aus, was Anpassungen sanft und nahezu mühelos macht. Das ist der beliebteste Typ und der, den die meisten kaufen sollten.
- Mechanische Feder: Nutzt eine Metallfeder statt Gas. Tendenziell langfristig haltbarer, da Gaspatronen über mehrere Jahre langsam Druck verlieren können.
- Feste Halterung (einschließlich Wandhalterungen): Einmal einstellen und vergessen. Günstiger und einfacher, ideal, wenn du keine häufigen Anpassungen brauchst.
- Stangenhalterung: Monitore werden an einer am Schreibtisch geklemmten vertikalen Stange befestigt. Gut, um Monitore vertikal zu stapeln oder drei oder mehr Displays zu montieren.
Traglast: die wichtigste Spezifikation
Die mit Abstand wichtigste Spezifikation bei der Wahl eines Monitorarms ist sein Traglastbereich. Das Gewicht deines Monitors (ohne den mitgelieferten Standfuß) muss in den unterstützten Bereich des Arms fallen. Ist der Monitor zu leicht, hält ihn der Arm nicht richtig unten und er schwebt nach oben. Zu schwer, und er sackt ab oder hängt durch.
Idealerweise sollte das Gewicht deines Monitors irgendwo in der Mitte des unterstützten Bereichs des Arms liegen – das gibt dem Feder- oder Gasmechanismus die beste Balance.
So wählst du richtig
1. Prüfe Gewicht und VESA-Muster deines Monitors
Beginne damit, das Gewicht deines Monitors (ohne Standfuß) und sein VESA-Befestigungsmaß nachzuschlagen. Diese beiden Zahlen grenzen deine Optionen sofort ein. Wiegt dein Monitor 6 kg, suche nach einem Arm, der für etwa 3-9 kg ausgelegt ist.
2. Entscheide dich für die Schreibtisch-Befestigungsmethode
Die meisten Arme nutzen entweder eine Klemme (greift die Schreibtischkante) oder eine Durchführung (wird durch ein Loch im Schreibtisch verschraubt). Klemmen sind verbreiteter und einfacher zu installieren. Prüfe Dicke und Material deines Schreibtischs – Glasplatten etwa können geklemmte Arme meist nicht tragen.
3. Einzelarm oder Doppelarm?
Betreibst du zwei Monitore, spart ein Doppelarm (zwei Arme, die von einer Stange abzweigen) Platz gegenüber zwei separaten Armen. Stelle nur sicher, dass die Traglast des Arms beide Monitore zusammen abdeckt. Betreibst du einen Ultrawide-Monitor? Dann willst du stattdessen einen Einzelarm mit höherer Traglast.
Fazit
Ein Monitorarm verschafft dir ergonomische Freiheit und einen aufgeräumteren Schreibtisch in einem Upgrade. Prüfe Gewicht und VESA-Kompatibilität deines Monitors, wähle den passenden Befestigungsstil für deinen Schreibtisch, und du bist startklar. Eine einfache Änderung, die einen großen täglichen Unterschied macht.
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